Bewegung beim Lichterfest

[MOZ 01.03.2011]

Erkner (moz) Mit einem veränderten Konzept für das Lichterfest in Erkner bewirbt sich die Mittelstandsvereinigung um eine Förderung bei der City-Offensive der Industrie- und Handelskammer (IHK). Am 14. März wird verkündet, ob die Erkneraner aufs Treppchen kommen.

Das Lichterfest wird dieses Jahr zum 3. Mal veranstaltet, wiederum am ersten Adventswochenende (26./27. November). Die Premiere 2009 hatte die Mittelstandsvereinigung „in 14 Tagen aus dem Boden gestampft“, erinnert sich Stefanie Richter, die Schriftführerin des Vereins. Voriges Jahr war das Fest dann schon eine Nummer größer, und dieses Jahr wollen die Erkneraner Gewerbetreibenden an die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Kultur- und dem Heimatverein anknüpfen – und sie haben sich entschlossen, mit ihrem Konzept bei der diesjährigen City-Offensive der IHK Frankfurt (Oder) ins Rennen zu gehen.

Das diesjährige Motto soll Licht und Bewegung lauten, sagt Stefanie Richter. Das gesamte Fest wird diesmal am Sonnabend steigen, nicht wie bisher am Freitag. Damit fällt auch die Einkaufsnacht am Freitagabend weg, die voriges Jahr erstmals erprobt worden war.

Nach den Wunschvorstellungen der Erkneraner Gewerbetreibenden soll die festliche Weihnachts-Beleuchtung auch auf den südlichen Teil der Friedrichstraße ausgedehnt werden. Der Hauptsponsor dieser Aktion, die Wohnungsgesellschaft, und die Stadt sind in die Planungen eingebunden.

Mobile Stände sollen Attraktionen bieten, es soll regionale Marktbuden auf der Friedrichstraße geben. Die Geschäfte sollen am Sonnabend, von 9 bis 21 Uhr, und am Sonntag, von 13 bis 18 Uhr, geöffnet sein.

Wichtig ist den Mittelständlern die Betonung des Heimatgedankens: Stände und Attraktionen sollen aus Erkner und Umgebung kommen. „Es soll etwas familiärer wirken als das Heimatfest“, sagt das Vorstands-Mitglied des Mittelstandsvereins. Das Einschalten der Festbeleuchtung wird auf 16 Uhr gelegt, also von der Uhrzeit her eine Stunde früher als bisher – damit es nicht schon dunkel ist. Der Lampionumzug vom Heimatmuseum in die Stadt soll zeitlich noch eingeordnet werden. „Wir holen auf jeden Fall einen Event-Manager“, sagt Stefanie Richter. Der Mittelstandsverein hat einen gesamten Kostenaufwand von 26 000 Euro errechnet – wenn sich alle Wünsche erfüllen sollen. „Wir brauchen auf jeden Fall viele Sponsoren“, sagt Stefanie Richter.

Ein ganzes Stück leichter könnte die Finanzierung werden, wenn das Konzept auch die Juroren der IHK überzeugt. Dort messen sich die Erkneraner Ideen mit denen aus fünf anderen Städten in Ostbrandenburg – Fürstenwalde, Frankfurt (Oder), Wriezen, Seelow und Bad Freienwalde. Drei Bewerber werden ausgezeichnet und erhalten Preisgelder, sagte Uta Häusler von der IHK gestern auf Nachfrage – 12 500, 10 000 und 7000 Euro. Der IHK kommt es genau auf das an, was auch den Mittelständlern am Herzen liegt: Gemeinsamkeit, Zusammenschluss der jeweiligen Innenstadt-Akteure, neue innovative Ideen.

Die Fürstenwalder, die mit ihrem Motto „Fürstenwalde brennt“ voriges Jahr bei der IHK auf den dritten Platz gekommen waren und die Erkneraner Bestrebungen auch ein bisschen angestachelt haben, sind dieses Jahr mit einer neuen Idee und einem neuen Datum angetreten, so Uta Häusler. Das heißt für die anderen Bewerber und damit auch für die Erk­neraner: Sie können nicht darauf spekulieren, dass Fürstenwalde als Wiederholungs-Kandidat von vornherein schlechte Karten hat.

Stefanie Richter gibt sich keinen Illusionen hin: „Der Konkurrenzdruck bei der IHK ist gestiegen“, sagt sie. „Wenn wir nicht gewinnen, ist es schade, aber wir machen das Lichterfest natürlich trotzdem.“

Attraktionen sollen aus Erkner und Umgebung 
kommen

 Wohnungsgesellschaft Erkner    Stadt Erkner      

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