MOZ 27.11.2011 Eggers

Erkner hat seinen eigenen Ku'damm


Erkner (MOZ) So wie an diesem Wochenende brummt Erkner sonst nur beim Heimatfest. Das Lichterfest der Mittelständler war ein grandioser Erfolg – und beim Weihnachtsmarkt des Heimatvereins war der Museumshof auch voll.
Christa Reichard aus Erkner kauft gern in ihrer Heimatstadt ein: „Wir brauchen nicht zum Ku’damm fahren“, sagte sie am Samstagabend – und deshalb war es für sie auch klar, dass sie beim Lichterfest unterwegs sein würde. Erstaunt waren sie und ihr Mann Peter dann doch, wie viele Menschen am Sonnabend auf der Friedrichstraße unterwegs waren, und sie waren nicht die einzigen, die staunten. Vor mehreren der teilnehmenden Geschäfte und Betriebe standen Leute bis in den Abend Schlange, um eingelassen zu werden, und an vielen Glühwein-Ausschankstellen war auch Warten angesagt – was der guten Laune keinen Abbruch tat.

Passt das zusammen? Carola Kien aus Erkner mit ihrer Tochter Theresa beim Einkauf im Wäscheladen von Gudrun Rangnow. Deren Modeschau zog, der Kälte ungeachtet, wieder viele Zuschauer an. © MOZ/Eggers

Für viel Auftrieb hatte der Umzug von zwei Seiten – vom Rathaus und vom Heimatmuseum –zum völlig überfüllten Marktplatz gesorgt. Dort mussten Bürgermeister Jochen Kirsch, Achim Wegeleben, der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, und Axel Hundertmark, der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung Erkner (MSVE) Zeit schinden, um genau dann auf den symbolischen Knopf zu drücken, an dem sich die Festbeleuchtung in der Friedrichstraße einschaltete. Eine, die in diesem Moment gar nicht dabei sein konnte, war Heike Busacker. Die Inhaberin einer Schuhboutique, die führender Kopf der City-Offensive „Made in Erkner“ ist, kam nicht aus ihrem Laden weg und freute sich über den tollen Zuspruch, den die Aktionen der Händler fanden.

Der kostenlose Bus, der als „Lichterfest-Express“ zum Heimatmuseum und ein Stück weiter fuhr, war zwar nicht brechend voll, wurde aber genutzt. Beim Heimatverein waren ebenfalls die Stände voll. Zufrieden über den Zuspruch äußerten sich zum Beispiel Wilfried Först und seine Mitstreiterinnen vom Keramik-Kreativ.
Auch gestern waren, trotz des stürmischen Wetters, weiter viele Erkneraner bis in die Abendstunden auf ihrer Friedrichstraße unterwegs. Am Nachmittag verlieh die MSVE zum fünften Mal den Preis für das schönste Weihnachts-Schaufenster. Über die Vergabe entscheidet eine fünfköpfige Jury. Diesmal ging der erste Platz an die Geschenke-Boutique von Janine Kien und Kerstin Elsner in den Ladenvorbauten.

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Online-KOMMENTARE

Lichterfest

von "Erkneraner"


Vielen Dank an die Organisatoren des Lichterfestes.
Wer die Menschen(massen) am Samstag auf den Straßen beobachtete, fühlte sich wirklich wie beim Heimatfest
Aber, wo Licht ist, ist auch Schatten!!!!
Warum wurde am Sonntag die Beleuchtung so spät eingeschaltet?
Warum hat man keinen Toilettenwagen organisiert?
Des Weiteren habe ich Kleingkeiten vermisst, wie Zuckerwatte, kandierte Äpfel oder auch Mandeln (es ist Weihnachtszeit).
 
Dennoch hoffe ich, dass die Organisatoren ein altes Weihnachtslied beherzigen, welches da lautet: "Alle Jahre wieder"
 
Vielen Dank


Im Sinne der Gemeinschaft

von Stefanie Richter

Der Gemeinschaftsgedanke steht beim Lichterfest an erster Stelle. Es war uns wichtig, die vorhandenen Veranstaltungen, nämlich den Weihnachtsmarkt des Heimatmuseum mit einzubinden. Sie haben traditionell einen Lampionumzug, der zum Rathaus führt und die Kinder von dort auch das Einschalten miterleben sollen. So verzögerte sich das Erleuchten nach hinten - ein Kompromiss mit dem wir zunächst leben müssen, um alle ins Boot zu holen.

Dank jedoch für die Kritik, denn auch dieser Punkt steht mit auf der Liste für die Auswertung. Denn die Beleuchtung soll ja für die Bürger und Gäste unserer Stadt sein und in der gesamten Weihnachtszeit zum Shoppen und Schlendern einladen - nicht nur am 1. Advent. Das Einschalten gegen 16 Uhr zu verlegen, scheint darum wirklich günstiger.

Ein Toilettenwagen war im Gespräch, jedoch wieder verworfen. Wir haben auf die Geschäfte und Gastronomen gesetzt, die ihre Toiletten gern zur Verfügung gestellt haben. Ich werde es gern wieder vorbringen - wir haben nicht mit sooo viel Zulauf gerechnet.

"Alle Jahre wieder!" nehme ich gern an. Die Auswertung und damit auch die Vorbereitungen für 2012 laufen noch diese Woche an.

Bis dahin: Genießen Sie die Adventszeit in dem wunderbaren Ambiente der Erkneraner Friedrichstraße!


 Wohnungsgesellschaft Erkner    Stadt Erkner      

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