MOZ Bernhard Schwiete 29.11.2015 17:10 Uhr
Red. Erkner

Riesenstollen reicht zehn Minuten


Erkner (MOZ) Auch mit der siebten Auflage des Lichterfestes ist es den Veranstaltern gelungen, die Erkneraner aus ihren Wohnungen und Häusern zu locken. Der Kirchvorplatz und die angrenzenden Bereiche der Friedrichstraße waren am späten Samstagnachmittag rappelvoll.

Genau um 16.35 Uhr klingt Applaus über den Kirchvorplatz. Alles hat geklappt. Die tausenden Lichter in den Bäumen links und rechts der Friedrichstraße sowie an den Häusern an der Wohnungsgesellschaft sind angegangen, die Stadt ist voller Menschen, und auch auf der Bühne ist diesmal mit dem Countdown alles gut gegangen. Rechtzeitig sind alle Reden gesprochen, so über-rechtzeitig, dass Stefanie Richter von der Mittelstandsvereinigung, in deren Regie das Lichterfest auch diesmal liegt, sogar noch einige Sekunden überbrücken muss. Dann schneidet Bäckermeister Frank Vetter seine Riesenstolle an - ein weiteres Lichterfest-Ritual. Den Erkneranern ist es längst bekannt. Also stellen sie sich an, obwohl Vetter und seine Stolle hinter all den Menschen gar nicht zu sehen sind, und innerhalb von weniger als zehn Minuten ist das 3,60 Meter lange Riesengebäck in Stücken verteilt.

Der Umzug der Bühne vom alten Marktplatz auf den Kirchvorplatz hat sich einmal mehr bewährt. Dort ist mehr Platz und das Gedränge vor der Bühne dadurch nicht mehr so groß. Dennoch wirkt das Gelände dicht bevölkert, und die Kirche mit ihrem Turm zaubert noch ein bisschen weihnachtlichere Atmosphäre als die Plattenbauten hinter dem alten Marktplatz.

Auf der Bühne wähnen einige die Stadt bereits in ganz anderen Ligen. Bürgermeister Jochen Kirsch, der auch seinen Amtskollegen und eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Goluchow begrüßt, präsentiert wieder seinen bereits bekannten Spruch, wonach Erkner in den Adventstagen heller sei als Berlin. Moderator Michael Ehrenteit kündigt dann für den Abend die Lasershow von "Apollo Art of Laser & Fire" als "eine der besten in ganz Deutschland und sogar Europa" an.

Wer am späten Nachmittag entlang der Buden in der Friedrichstraße flanieren will, braucht stellenweise ein bisschen Geduld, so voll ist es. Besondere Aufmerksamkeit erregt am ovalen Kreisel die Märchenwelt mit Häusern und Figuren. Nicht nur Eltern und Kinder, sondern auch Erwachsene, die ohne Nachwuchs unterwegs sind, halten inne und staunen.

Als es auf dem Lichterfest richtig losgeht, befindet sich der traditionelle Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum in der Schlussphase. "Es ist ein bisschen zu nass dieses Jahr", sagt Manfred Schnigge vom veranstaltenden Heimatverein am Bücherstand angesichts der Niederschläge, die anfangs noch als Schnee, dann eher als Regen herniedergehen. Besucher können außerdem Getöpfertes und Kerzen erstehen, Honig und Holzarbeiten.

Das Lichterfest findet unterdessen tags darauf seine Fortsetzung. Am verkaufsoffenen Sonntag beteiligen diesmal noch mehr Geschäfte als früher, denn erstmals ist auch das neue City Center dabei.


 


 Wohnungsgesellschaft Erkner    Stadt Erkner      

clix2go - simple to web

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden Mehr Infos